Just another meaningless and insignificant blog.

Archiv für Juli, 2012

Unbeziehung.

Ich habe gerade den neuen Blogeintrag eines Twitterers gelesen, dem ich nur folge, weil ich schon seit Ewigkeiten seiner Freundin folge und meine Neugier dann irgendwann mal siegte. Er schrieb von alten Bekanntschaften, dem Dorfleben etc., alles nachvollziehbar aber völlig unwichtig. Wichtig war für mich der (Halb-)Satz: „…und sage, dass ich keine Ahnung habe wen ich heirate [und] dass ich mit meiner jetzigen Freundin keine Kinder haben will…“.

Zu mir sagte eine FReundin mal, sie wolle keine unbedeutende Beziehung haben sondern sei lieber länger Single, da sie dann die ganz großen Gefühle haben will und gerne eine Weile darauf wartet (dass sie jetzt genau das hat, was sie nicht wollte und ich sie sowieso eigentlich nicht mehr als Freundin bezeichne, ist eine andere Geschichte). Damals fand ich das irgendwie den falschen Ansatz, weil ich einfach nicht an die Liebe auf den ersten Blick glaube, sondern der Meinung bin, dass Dinge wachsen können. Man sollte ihnen wenigstens die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln.

Dass aber jemand so absolut sicher ist, dass er die Freundin, die er da gerade hat, sicherlich nicht heiraten will und mit dieser einen auch niemals Kinder haben will (die Formulierung klingt ja nicht nach „niemals Kinder“, sondern nach „mit der niemals Kinder“), also keinerlei Zukunft mit jemandem, den er aber als Freundin bezeichnet – ich glaube, damit könnte ich nicht umgehen. Weil in meiner Definition von Beziehung Liebe und Vertrauen ganz wichtig ist und damit ja auch irgendwo eine Beständigkeit vorhanden sein sollte, die es erlaubt, eine gemeinsame Zukunft zumindest zu erwägen.

Wenn man denn schon eine „Beziehung“ hat. Darum bin ich ja (glücklicherweise) die letzten Jahre rumgekommen…


Umzug.

Ich mag meine Mutter, wirklich. Wir verstehen uns gut. Aber am besten verstehen wir uns, wenn ich nach spätestens drei Tagen wieder wegfahre. Deshalb ist die Vorstellung, wieder nach Hause zu ziehen, auch wenn es objektiv das allersinnvollste ist, so absolut beängstigend. Ich mag nicht! 😦 Außerdem sehe ich meine Tübinger Freunde dann bestimmt niiiiie wieder (okay, ich bin gerade etwas hysterisch, ich gebe es zu).

Abgesehen davon, dass ich in meiner alten Heimat niemanden habe, den ich anrufen kann und der sich eine Viertelstunde später mit mir mit einer Flasche Wein oder sonstigem am Bach trifft. Oder sonstwas. Ich werde vereinsamen und elendlich zugrunde gehen. Und so.

Und mein Privatleben wird nicht mehr existent sein. Denn auch Mütter von erwachsenen Töchtern sind ja sooo oneugierig. Oder gerade die von erwachsenen Töchtern? Man weiß es nicht…


Vodafone-Hymne

Ich habe Vodafone letzten Freitag, also vor 4 Tagen, eine Mail geschrieben und einen Brief geschickt, dass ich auf den 31.7. ausziehe und gerne von dem sofortigen Kündigungsrecht Gebrauch machen würde, weil an meinem neuen Wohnort DSL und Festnetz vorhanden ist. Ich glaubte ja nicht daran, dass es klappen wird, schließlich bin ich mehr als spät dran und verpflichtet sind sie auch nicht dazu.

Heute dann ein Anruf, den ich leider verpasste (danke, Handy, du warst laut, hattest Empfang, was ist dein Problem?), kurz später eine Mail, dass sie dazu im Prinzip nicht verpflichtet seien, das aber aus Kulanz machen und meine Kündigung auf den 31.07. rechtskräftig sei.

Das ist übrigens generell meine Erfahrung mit Vodafone: die Mitarbeiter in den Shops sind meistens völlig unbrauchbar, die an der Servicehotline sind aber allermeistens kompetent und nett und auf Mails kommen auch vernünftige und immer sehr kulante Antworten.
Made my day, thank you, vf 🙂


prokrastinationslevel: wein kaufen

Ich habe mich schon immer gerne sehr weit aus dem Fenster gelehnt und mich schon immer in Situationen gebracht, in denen ich mich dann irgendwann nicht mehr ganz wohl fühlte. So auch der hinkende Dozent, der mich dazu verleitete, ihm Medikamenten-Tipps zu geben. Dass ich ihm dann auch noch versprach, eine Mail zu schreiben, weil er sich das so nicht merken konnte, hätte ich lieber bleiben lassen. Denn diese Mail dann zu schreiben, war irgenwie äußerst seltsam. Nunja, es kam eine nette Antwort und wenn ich helfen konnte, ist es ja auf jeden Fall recht. Außerdem ist mir jeder sympathisch, der Homöopathie bevorzugt!

Ansonsten habe ich heute mal wieder ausgiebig prokrastiniert und zur Belohnung dafür habe ich mir eine Flasche Wein gekauft. Tage ohne Schmerzmittel sind toll 🙂


So dieses und jenes

Das Semester neigt sich stark dem Ende zu, Klausuren sind vorbei oder gecancelt, das Tutorium findet auch nur noch diese Woche nochmal statt. Samstag ist Umzug, Sonntag/Montag dann streichen, Dienstag Schlüsselübergabe und dann ist Tübingen erstmal passé.

Die Melancholie schlägt ganz stark zu, es ist der letzte Sommer in Tübingen, die letzte Zeit mit den Kommilitonen, die planmäßig beenden und nun auch ausziehen, aber ohne die Option, Anfang nächsten Jahres nochmal in Tübingen zu sein, wie ich sie ja habe durch meine verschobene Bachelorarbeit. Jetzt, wo ich mich in Tübingen das erste Mal ruhig und sicher fühle, geborgen und daheim. Jetzt fängt diese Heimatsuche schon wieder von vorne an, es ist zum heulen! Irgendwann will ich irgendwo ankommen und dort dann bleiben. Mein Leben lang.

Gestern haben wir uns zusammengesetzt und mal ein bisschen für Indien recherchiert, die Juhe für die ersten zwei Nächte in Delhi gebucht und versucht, den Weiterflug nach Kathmandu zu buchen. Versucht deshalb, weil wir die Aufgaben aufgeteilt haben, bzw. ergab es sich so: ich buchte Delhi mit allem drum und dran, A. wollten den Flug nach Kathmandu buchen. Ihr Freund P. wird uns ja in Indien begleiten und fliegt am 17.10. von Delhi aus zurück. Wir wollen am gleichen Tag nach Kathmandu fliegen, damit wir gemeinsam von Goa, wo wir die letzten Tage verbringen werden, nach Delhi fliegen können. Blöderweise ist A. unglaublich verplant, unkonzentriert und fahrig, sodass sie das einfach mal buchte, ohne dass sie das mit mir absprach. Ende vom Lied: Sie hat zwei Tage zu früh gebucht. Ich war dann gestern wirklich genervt, aber sie hat das nun auszubaden und vielleicht lernt sie dann endlich mal, Dinge zu planen, nachzufragen und alles in Ruhe anzugehen. Und ich lerne vielleicht, dass, wenn man nicht alles selbst macht… Ihr kennt das.

Heute waren wir im Jack Wolfskin Laden, eigentlich wegen Schlafsäcken für Nepal. Blöderweise werden die nochmal richtig sauteuer. Ich habe mir dann erstmal zur Ablenkung eine Jacke für 170 Mäuse gekauft. Naja, ich brauche sie ja sowieso und die haben gerade alles reduziert, jetzt hab ich halt eine Jacke mit Tatze.

Bei unserem betreuenden Dozenten war ich auch noch kurz, der hat einen böse entzündeten Sehnenstrang im Oberschenkel, ich habe ihm dann gleich mal meine geballte Medizinerfahrung der letzten Monate um die Ohren gehauen. Aber, ach je, es „muss“ homöopathisch sein. Ich bin ja auch sehr für Homöopathie, immer, aber nachdem mir die Traumeel-Zeel-Kombi nichts gebracht hat, bin ich eben doch um Kortison bettelnd zum Arzt gekrochen. Er verneint das vehement, andererseits will er im August oder September auf Alpen-Exkursion gehen und so sieht er im Moment nun wirklich nicht aus…

Mittwoch feiern wir schon wieder im Institut, wie L. vorhin meinte: „Dafür, dass wir so wenig tun, feiern wir ganz schön viel mit im Institut :)“. Aber ich finde, jede dumme Zweiti-Mail ist 10 Minuten grillen wert. Oder so.


Geomorphologie nach Pixar et al.

Ice Age 4 hat mich im Großen und Ganzen nicht von den Socken gehauen, aber die Nuss-Szenen mit Scrat sind einfach immer wieder göttlich. So natürlich auch die Kontinentaldrift-Erklärung durch ein über den Erdkern seiner Nuss nachjagendes Eichhörnchen.
Außerdem war ich heute beim Friseur und keinem ist es aufgefallen. Ich schließe daraus, dass meine Frisur zuvor gar nicht so tragisch war… 😉


altes, neues und fernes

Auch in Baden-Württemberg klopfen so langsam die Schul-Sommerferien an die Tür, nächsten Mittwoch ist es so weit. Interessiert mich natürlich eigentlich überhaupt nicht, aber am Freitag der letzten vollen Schulwoche ist an meinen beiden alten Schulen  parallel zueinander Schulfest. Da sie auch noch direkt nebeneinander liegen, ist das natürlich total praktisch und ich versuche eigentlich immer, es möglich zu machen, dort hinzugehen. Allerdings haben dieses Jahr die letzten Abitur gemacht, mit denen ich befreundet bin, sodass das in Zukunft eine wirklich magere Veranstaltung sein wird. Vor allem, weil, und das ist mir heute erst so richtig bewusst geworden, die Realschullehrer unglaublich viel mehr mit mir reden als die Gymilehrer. Am Gymi waren es frustrierend unpersönliche, kurze zwei Sätze mit der Lieblingslehrerin und ein paar Anlächler. An der Realschule waren es fruchtbare Gespräche mit drei Lehrern, von denen ich einen sogar nie im Unterricht hatte! Sowie mit der Hausmeisterin und dem Vater einer Freundin, der leicht überrascht wirkte, dass ich ihm nachträglich zum Geburtstag gratulierte… 🙂

Was für viele dumme Blicke sorgte, war mein „Universität Tübingen“-Pullover, den ich völlig gedankenlos angezogen habe. Erstaunlich, wie unterschiedlich die Reaktionen auf Kleidungsstücke sind, je nachdem, in welchem Umfeld man sich bewegt.

Außerdem habe ich mir heute ein kleines Notebook gekauft, damit ich auch von unterwegs aus Indien und Nepal bloggen, chatten und prokrastinieren kann. Und natürlich, denn nur deshalb habe ich ihn ja gekauft, recherchieren und schreiben *hust*. Es ist ein gebrauchtes ThinkPad X200, dem ich gleich per USB-Stick ein Linux MInt verpassen werde.
Nachtrag: die Kletter-AG des Gymnasiums veranstaltet jedes Jahr ein Probeklettern, zu dem ich mich dieses Jahr trotz Kater und allgemeinem Unwohlsein habe überreden lassen. War lustig, v.a. der Wortwechsel mit einem sehr schlanken Mädchen, die mich dazu überreden wollte:

ich: „Du kannst mich nicht sichern, dazu bin ich nun wirklich zu schwer!“

sie: „nein, das ist kein Problem. Außer du wiegst über 80 Kilo.“

ich: „Ja, das tu ich.“

… Stille. Blöderweise hat der fürs Klettern verantwortliche Lehrer das mitgehört und mich dann gesichert. Hat aber wirklich Spaß gemacht und mich darin bestärkt, unbedingt mal wirklich klettern gehen zu wollen!