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Archiv für Dezember, 2011

Weihnachten

Viele Menschen, die einen ihnen nahestehenden Menschen verloren haben, versinken vor allem zu Weihnachten wieder in Trauer und Depressionen und finden Weihnachten deshalb ganz furchtbar. Mir gehte s überhaupt nicht so, ich finde Weihnachten auch nicht gerade das allertollste überhaupt – das liegt aber daran, was die Menschen daraus machen, Stress, Konsumwahn, Geschenke – aber ich mag es und ich finde die Idee von Besinnlichkeit und Nächstenliebe sehr schön. Zwar musste ich mich dieses Jahr im Vorfeld mit meiner Mutter streiten, weil sie keinen Weihnachtsbaum wollte, aber wie üblich habe ich im Endeffekt gewonnen, sodass wir heute morgen zu einer schon zuvor ausgespähten Stelle im Wald gefahren sind, wo frisch geschlagene Fichten liegen. Dort fanden wir auch auf Anhieb eine schöne Spitze, die sich als Weihnachtsbaum sehr gut macht (auch meine Mutter findet Weihnachtsbäume jetzt nicht mehr doof – im Moment zumindest). Da wir beide einen ähnlichen Geschmack haben, was Weihnachtsbaumdeko angeht, war das Schmücken sehr lustig. Im Endeffekt haben wir jetzt Äpfel dranhängen (um die Äste runterzubiegen), dazu noch Walnüsse, damit die Äpfel nicht so einsam sind. Zwei Fichtenzapfen haben sich auch noch hinverirrt. Natürlich Strohsterne, die meine Mutter letztes Jahr in mühseligster Kleinstarbeit wunderschön gemacht hat (sind die Kinder aus dem Haus, jaja… mit mir hat das nie so gut geklappt 😀 ) und natürlich, ganz wichtig, das allerwichtigste: echte Kerzen! 15 Stück sind dieses Jahr aufm Baum. Geschenke gab es dieses Jahr traurig wenige. Meine Mutter hat mir die letzte Fahrradreparatur gezahlt, das ist natürlich ein wunderbares Geschenk, weil ich mir die Reparatur sonst nicht hätte leisten können. Aber unterm Weihnachtsbaum liegt dann natürlich nichts. Von meiner ältesten Schwester kam ein Päckchen mit jeweils einem Buch für meine Mutter und für mich. Für mich ein Krimi, in dem Geologen der Uni Tübingen die Hauptrolle spielen und der auch noch hier auf der Alb bei uns um die Ecke spielt. Aber eben Geologen, keine Geographen. Klar, wäre viel verlangt, aber der ewige Zwist zwischen Geologen und Geographen verleitet mich dazu, das Buch nicht so toll zu finden, wie sie wohl denkt, dass ich es finde. Ja, und Schleckzeug war auch in dem Päckchen von ihr, lauter leckere Sachen. Und das wars dann auch schon… Ergiebige Weihnachten sind anders, das muss ich schon sagen. Andererseits ist das okay so und völlig in Ordnung.
Am besten war allerdings heute, dass wir vorhin beide unser jeweiliges Strikczeug doof fanden und kurzerhand getauscht haben, sodass ich mit wunderbar weicher Wolle glatt rechts eine Mütze weitergestrickt hab während meine Mutter an meinem Pulli ein ganzes Stück gestrickt hat. Karl nimmt Form an ❤ (ja, im Übermut habe ich meinen Pullover Karl getauft. Irgendwie dumm.)

Morgen gibt es Rentier-Braten. Ich bin sehr gespannt, wie das schmeckt!